Korrekturen 12" LP

Released: September 16th, 2013



1 Jim, Johnny und _____


Viel zu früh, ohne Sinn.
Ein Lebenskünstler
vor leerem Papier.

Scheinbar Freund,
doch wirklich fremd,
als so stark empfunden,
im Endeffekt nur missverstanden.
Keiner ahnt was hinter der Fassade steckt.

Das Leiden setzt immer wieder ein,
fassungslos schaut man dir zu.
Betäubung für den Rest des Wegs,
falsche Hoffnung als Konzept.

Die Geschichte scheint bereits geschrieben
aber so viel bleibt zurück.
Kaum vorstellbare Ungerechtigkeit.

Wenn irgendjemand da draußen ist,
dann ist jetzt der Augenblick,
ein Zeichen zu setzen,
Macht zu beweisen,
Schicksal zu ändern,
Flehen zu erhören.

Doch es setzt erbarmungslos ein.

Stille.
Ein letzter Hauch.
Allein.
In weiter Ferne.
Stille.
Allein.
In weiter Ferne.

überleben kann so schmerzhaft sein.
Der kümmerliche Rest unserer Jugend
ist der Unschuld beraubt.



2 Zusammen Ertrinken


Von Zeit zu Zeit,
ersaufen im Kollektiv.

Ergötzen an unserer Empfindlichkeit,
Zerstreuung durch Selbstmitleid.
Wir alle suchen uns
den Soundtrack
zum Unglücklichsein.

Ersaufen. Kollektiv. Im Selbstmitleid.

In der Auseinandersetzung mit dem Verdrängten,
Verschmähten, vor dem Alltag versteckten
Biest
liegt unsere Kraft.

Erstarken im Kollektiv des Selbstmitleids.

Braucht unser vereintes Selbst das Leid?
Erweckt das Unglück unseren Geist?
Oder täuscht der Mechanismus?

Von Zeit zu Zeit,
ersaufen im Kollektiv.

Ertrinken in den Fluten des Klangmitleids,
empathischen Fluten.

über das Ende des Schweißbads hinaus,
das Gift an den Wurzeln
der Hoffnungslosigkeit



3 Fotograf


Schau Dir die Fotos an,
das waren mal wir.

Heute wirkt es als wäre es Fiktion,
unser persönliches "Stand by Me".
Wo ist das Gefühl dieser Zeit hin?
Und war es jemals da?

Mir selbst ist die Ahnungslosigkeit ins Gesicht geschrieben,
es ist egal wohin die Reise geht.

Dahinter steckt schon der Mann,
der Mann der diese Zeile schreibt.

Eine Person im Wartezustand,
im Begriff das zu werden,
was ich heute bin.

Machst Du das Bild von uns,
das zur bittersüßen
Retrospektive wird?

Mit dem Wissen,
dass die Veränderung
längst zwischen den Gesten schlummert,
brauchen wir
einen verdammt guten Fotograf.



4 ~

5 Ruin


Es war der Weg der Falscheit,
es war der Weg der Verlogenheit.

Es war ein langer Weg,
nicht nachzuvollziehen.
Der Weg.
Das Missverständnis.

Klare Worte
ersticken
zwischen den Zeilen.
Minderwertiger als
hohle Phrasen.

Was taugt Ironie?
Was taugt Leichtigkeit?
Was verspricht
die Abkehr?

Ein Schutzschild,
nicht mehr!
Als ein Versuch der Ernsthaftigkeit
und ihrer Tücken
zu entfliehen.

Das Missverständnis geglaubt.
Das Missverständnis gelebt.
Auf dem Weg
verirrt
und unumkehrbar versagt.

Das Missverständnis,
unser Ruin,
meine Kränkung
eine weitere Kränkung.



6 Zeitmaschine


Baut mir doch bitte schnell
jemand ne Zeitmaschine.
Es ist schon wieder soweit,
immer die gleiche Leier.

Die Entscheidung ist gefallen
in ein schwarzes Loch
voller Unsicherheiten.

Unendlich viele Chancen
und nur eine genutzt.

Wieder wurden
Wirklichkeiten zerstört.

Doch ich will wissen
was da sonst noch ist,
was mir verborgen bleibt,
durch den Affekt,
in Ort und Raum und Zeit.

(Ich will wissen
was da sonst noch ist.
Unendlich viele Chancen.
Ich will sehen
was mir verborgen bleibt.
Was wäre wenn? Was ist es wert?

Und ich steige wieder
in meine Zeitmaschine.
und wieder
und wieder
und

Realisiere:
Was wäre wenn
ist nichts wert.
eine andere Wahl
zeugt nur neue, tote Chancen.
Sorgt nur für dieselbe altbekannte

Melancholie.

Und ich steige wieder
in meine Zeitmaschine
auf der Suche
nach dem Paradox.



7 Skizzen


Ja,
ich zeichne noch!

Linie um Linie,
Schwung um Schwung.

Schraffiere, radiere
ohne Ziel.

Kein Strich soll der letzte sein!

Die Skizze meines Lebens
füllt Blatt um Blatt.

Dieser Raum aus Papier
explodiert.

Das Leben unser Meisterwerk
gibt Deiner Ewigkeit Gestalt.






Ad Absurdum EP

Released: August 2012



1 Entwicklung Ad Absurdum


Es wäre Zeit politisch zu werden.
Polemik ist angebracht, die Welt schreit nach Protest und Rebellion.


Der Organismus unserer Zeit ist von Ängsten zerfressen
das Hirn scheint tot oder auf stand-by.


Selbstreflektion wurde als Vokabel ausgelöscht
Tretet doch einen Schritt neben euch und schaut das Trauerspiel
nur 5 Minuten an.


Ich verweigere mich der Politik.
das hier ist größer, es geht um menschsein.
Jahrtausende der Erkenntnis, Philosophie, Selbstkritk,
als wärn sie nicht geschehen.
Entwicklung ad absurdum.
viele sehen es so klar, doch die Masse erdrückt den Zweifel,
verhöhnt den Verstand...


Vielleicht ist es oft nicht so einfach und exisitiern reicht nicht aus.


Ich weiß nur eins:
Eure Scheiße macht mich nicht krank!



2 DNS


Im Frühling kommt der Zweifel,
was sich so gut anfühlt, wirkt plötzlich schal.


Jede Faser deines Körpers will vergessen,
nicht nachdenken müssen.


Die Muster der ästhetik greifen
und es gelten keine Vorsätze mehr.


Was kann falsch sein
an diesem süßen Impuls?


Im Frühling kommt der Zweifel,
kurz davor kopflos loszulassen.


Die Definition der Ambivalenz umgibt dich ganz
und du genießt...


Die Fantasie als Bildnis einer vernunftgeborenen Unmöglichkeit.


Was kann falsch sein??
Alles kann falsch sein!!


An diesem süßen Impuls


Nichts als Illusion
Nichts als Versuchung
Nihts als Idiotie
Nichts als eine Phase



3 Ich spiele mit (Buttheads Rework)




Auftakt EP

Released: March 2011



1 Auftakt

2 Ich spiele mit


Entrückt starre ich durch einen Nebel der Verklärtheit auf das Schauspiel meines Lebens.


Der Zahn der Zeit, er nagt und kennt kein Erbarmen
die unerfüllten Sehnsüchte der Vergangenheit machen einen leer
welche Geschichte erzählen meine Narben?
Ich weiß es nicht.


Objektiv betrachtet ist alles ach so gut
doch wird das Objekt zum Subjekt
bleibt ein hohles Konstrukt aus Pflicht und Kür.


Wer entscheidet hier?


Ferngesteuert führen die Wege schneller und schneller Richtung
Licht oder Schwarz oder Nichts oder Paradies
und die unendlich vielen Momente, sie sind ungreifbar.


Was bleibt? Was ist da noch? Kann mich noch etwas erschüttern?
Glück?! Unglück!? Hass?! Liebe!? Glaube!? Gewissheit?!


Das ist keine Depression nur des Grübelns zu viel. Ich spiele mit.


3 Das einsame Geräusch


Ich höre immer nur dieses eine Geräusch
das einzige Geräusch auf der Welt.
Ich höre immer nur dieses eine Geräusch
das Geräusch meines Herzschlags


Der Apparat, mein Körper, das Fleisch ist echt
in seiner Einfachheit fast zu banal
wird dir der Sinn jetzt klar?
Eröffnet sich ein Weg?
Brauchst du wirklich mehr?
Ein Herz ist doch genug.


Die Welt ist voller Krach
er macht mich fast taub
unzählige Frequenzen suchen nach Gehör.
Perspektive über Perspektive will erzählt werden
die eine überzeugender als die andere und doch nicht schlüssig.
Wir erklären uns zu Tode dabei ist es so simpel.


In Momenten der Ruhe liegt die Wahrheit
sperr den Lärm einfach aus und sieh was bleibt.
Was bleibt ist real, was bleibt ist was zählt.


4 Bis zum Hals


Und er nimmt ihn wieder, den Pfad in die Tiefe
das Wasser bis zum Hals ist nicht genug
seine Schritte führen weiter bis zu diesem einen Moment:
Die Wellen brechen über ihm. Hinab, wie schwerelos.


Befreit von all der Last - gierig schluckt er all das eisige Nass,
mehr und mehr und mehr... Vergessen ist sein Ziel.


Doch all die erzwungene Leichtigkeit hat irgendwann ein Ende.
Die Schwebe wird zum Fall
die schiere Weite schrumpft in sich zusammen
der Aufprall schmerzt
... und rein gar nichts hat sich geändert.


Dies war nicht das erste Mal
und wohl auch nicht das letzte,
gelernt hat er daraus Nichts.


Es wirkt unendlich schwer,
aber armer kleiner Mann:
Richte den Blick gen Himmel
fern der dunklen Tiefe
entdeck sie, die Sterne
auch du wirst sie wieder schätzen lernen.


Das zarte Licht der Nacht auf reiner weicher Haut,
erinnere dich, es wird dir wieder nahe sein
du wirst es wieder spüren.


Manche Dinge sind es wert, sie nicht zu vergessen.


5 Reuelos

6 Du hast den Sinn für Humor verloren


Was, wenn ich jetzt sagen würde:
Das wars! Ich hab was Neues gefunden.
Es ist halt passiert. Neue Liebe, neues Glück.


Solche feigen Worte verlassen niemals meinen Mund.
Zu viel ist passiert, wir haben Geschichte geschrieben
zu sehr würde mich dein Schmerz zerfetzen
nie wieder wäre mein Gewissen rein.


Ein gebrochener Mann, zu keiner Liebe fähig.


Und trotzdem sind sie da, diese Gefühle...
Und das werden sie auch immer sein.


Der Antrieb für's
Leben, Erleben, Erwarten, Weitermachen.


Kein Grund für Dummheiten.